Solidarität mit dem Black Triangle und allen anderen besetzten Häusern

Anfang Juni 2016 wurde das Gelände in der Arno-Nietzsche-Straße 41, das sogenannte „Black Triangle“ besetzt, welches bereits seit vielen Jahren leer stand. Das Gelände befindet sich im Besitz der Deutschen Bahn.
Neben Wohnraum für Menschen, Sauna, Fitnessraum, Bandproberäumen und Bar entstand dort in den letzten Monaten ein Ort, an welchem diverse Veranstaltungen, Voküs, Konzerte, Kino, Workshops usw. stattfanden. Orte wie das Black Triangle sind wichtig, da sie erste Alternativen jenseits von Kapitalismus und Verwertungslogik sichtbar und auch erfahrbar machen.

Aktueller Stand
Aktuell ist das Gelände akut räumungsbedroht. Die Bahn versucht derzeit vor Gericht eine Räumung durchzusetzen. Vor dem Amtsgericht (August 2016) und Landgericht (Oktober 2016) hatte sie keinen Erfolg damit. Aktuell liegt der Fall beim Bundesgerichtshof. Wann dort ein Entscheidung ergeht, ist noch nicht absehbar. Die Besetzer*innen gehen allerdings davon aus, dass die Räumung jederzeit stattfinden kann. Lesen Sie mehr »

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Veranstaltungshinweis: 18.08. „Beatz im Block“

Wie bereits in den letzten Jahren wird es auch in diesem Jahr das Konzert „Beatz im Block“ in Leipzig-Grünau geben. Gute Nachricht: diesmal ist der Eintritt frei. Im letzten Jahr hatten wir die Möglichkeit mit einem Redebeitrag auf die angekündigte Werbung der AfD gleich um die Ecke aufmerksam zu machen. Wer Lust auf gute Musik in einem netten Ambiente hat dem sei diese Veranstaltung ans Herz gelegt. Infos gibt’s auf der Facebook-Seite sowie der Homepage vom Werk II.

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Film „Das Gegenteil von Grau“ am 05.08.

Film + Diskussion mit den Filmemacher*innen

„Das Gegenteil von Grau“ – Ein Dokumentarfilm

05.08.2017, 21:30 Uhr , Brache Eisenbahnstraße 105

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Ein Dokumentarfilm von
Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr

D 2017 | 90 min. | deutsch / OmeU | FSK ab 0 freigegeben

Infos zum Film hier: www.gegenteilgrau.de

* der Film findet thematisch passend auf der noch immer umkämpften Brachfläche auf der Eisenbahnstraße 103/105 statt. Termine und Infos dazu hier: http://leipzig-stadtfueralle.de/2017/06/10/brache-bleibt-freiraeume-schaffen-und-erhalten/ oder bei facebook: https://www.facebook.com/LeipzigStadtFuerAlle

** einen Abend vorher am 04.08. um 20 Uhr gibts den FILM + DISKUSSION, in Anwesenheit der Filmemacher*innen auch im Rahmen des Recht auf Stadt Tresens im Handstand&Moral (Merseburgerstraße 88b, 04177 Leipzig)

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Redebeitrag Emanzipatorischer Block CSD

Wir haben uns u.a. mit einem Redebeitrag beim Emanzipatorischen Block auf dem CSD beteiligt. Nachfolgend findet ihr ihn dokumentiert:

Geschichte ist geprägt von sozialen Kämpfen. Kämpfe um politische Rechte, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie gegen Ausgrenzung und Unterdrückung. Diese Kämpfe erscheinen dabei zunächst illegitim, bedrohlich und werden von der jeweils bestehenden Ordnung bekämpft. Ihnen werden widernatürliche und zersetzende Eigenschaften unterstellt, die das Gemeinwohl bedrohen und den Anbeginn der Apokalypse ankündigen. Soziale Kämpfe stellen eine potenzierte Spannung innerhalb einer Gesellschaft dar. Sie möchten über das legale hinausweisen und orientieren sich somit nicht an gegebenen Normen, sondern analysieren, reflektieren und setzen andere Maßstäbe. Häufig werden Kämpfe dabei gegen einen hegemonialen Block geführt, doch tut dies dem Anliegen keinen Abbruch. Die Passivität der Masse soll schließlich nicht dem Stillschweigen der eigenen Sache dienlich sein. Fürwahr, soziale Kämpfe sind nicht nur für emanzipative Vorstellungen gepachtet. Doch liegt unser Fokus auf der freien Assoziation freier Individuen. Diese setzt die Selbstbestimmung mutwilliger Individuen voraus und sucht notfalls den Konflikt mit den Zurichtungen einer Gesellschaft. Und so wird deutlich: Soziale Kämpfe beginnen zumeist mit einem Knall. Lesen Sie mehr »

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15.07. Emanzipatorisches Block auf dem CSD in Leipzig

Wie schon in den letzten beiden Jahren wird beim diesjährigen CSD in Leipzig einen emanzipatorischen Block geben. In der Selbstbeschreibung wird der Gründungsmoment folgendermaßen beschrieben:

Der Emanzipatorische Block ist ein linksradikales Bündnis, das sich 2015 spontan und aus der dringenden Notwendigkeit heraus gründete, beim Leipziger Christopher-Street-Day (CSD) mitzumischen. Denn dieser CSD ist ein gutes Beispiel dafür, wie radikaler Queerfeminismus nicht funktioniert. Der CSD Leipzig führt einen Kampf, der sich mit seinen Forderungen an den Staat richtet und nicht gegen ihn. Es geht ihnen um die Gleichberechtigung von Frauen, die Homoehe, gesetzliche und bildungspolitische Veränderungen sowie Freiheiten zur persönlichen Entfaltung. Und auch wenn wir diese Forderungen als schön und gut erachten, sind sie nicht genug! Am Ende dürften sich die bisher Ausgeschlossenen genauso ausbeuten und unterdrücken lassen wie alle Anderen auch. Deshalb positionieren wir uns in kritischer Solidarität. Wir wollen dem CSD seine politische Sprengkraft zurückgeben

Wir rufen dazu auf sich am CSD und besonders am Emanzipatorischen Block zu beteiligen. Die Demonstration startet 14 Uhr am Marktplatz. Weitere Infos findet ihr auf der Website vom emanzipatorischen Block sowie auf der offiziellen Website vom CSD Leipzig.

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Rückblick Demonstration Halle

Am Dienstag dem 11. Juli 2017 fand in Halle eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto „Kick them out – Nazizentren dichtmachen“ gegen das neue Hausprojekt der „Identitären Bewegung“ statt. An dieser haben sich 800 Personen beteiligt! Wir danken allen Menschen die mit uns aus Leipzig nach Halle gefahren sind um die Demonstration zu unterstützen.

Richtigerweise haben unsere Freund_innen aus Halle im Nachgang der Demonstration folgendes geäußert: „Doch die richtige Arbeit fängt nun erst an. Dieses Haus geht uns alle etwas an und verschwindet nicht über Nacht. Mit jeder Menge Anwohner*innen und Unterstützer*innen der Kampagne planen wir bereits, wie es weitergeht. […] Außerdem haben wir in den letzten Tagen immer wieder von Anwohner*innen erfahren, dass sie in ihrem Wohnumfeld von Kontrakultur bedroht worden sind. Bitte meldet uns weiterhin diese Fälle und / oder wendet euch an die Mobile Opferberatung (www.mobile-opferberatung.de). Lasst euch nicht einschüchtern, sondern vernetzt euch.“

Wir werden die anstehende Kampagne unterstützen und euch über anstehende Termine und Aktivitäten informieren. Bis dahin sei nochmal die Lektüre von LSA-Rechtsaußen zum rechten Hausprojekt in Halle sowie die Recherche zu Identitären in Leipzig/Halle empfohlen. Solltet ihr von Aktivitäten der Identiären im Leipziger Raum mitbekommen wendet euch an die Menschen der Dokumentationsplattform chronik.LE.

Bilder von der Demonstration in Halle findet ihr bei Flickr: Sören KohlhuberLukas Beyer, Thomas Schade, Simon Telemann und  Strassenstriche,

 

 

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[Update] 11.07. Antifaschistische Demonstration in Halle

Seit kurzem gibt es in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle ein Hausprojekt der Identitären Bewegung („Kontrakultur“). Informationen zu Hintergründen, Personen, Vernetzung und Strategie findet ihr hier. Antifaschist_innen aus Halle organisieren am Dienstag dem 11.07. um 18 Uhr eine Demonstration gegen das rechte Zentrum.

Aus Leipzig und Dresden wird es eine gemeinsame Zuganreise geben.

  • Leipzig: 16.45 Uhr am Infopoint im Hauptbahnhof
  • Dresden: 15.10 Uhr hinter dem Bahnhof Neustadt

Alle Infos zur Demonstration findet ihr auch auf der Facebook-Seite der Kampagne „Kick them out – Nazizentren dichtmachen“ und in den Antifa-News bei Radio Corax.

An dieser Stelle möchten wir auch nochmal auf Recherchen zu den Identitären in Leipzig hinweisen, welche eng mit dem Ableger in Halle zusammenarbeiten.

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23.06. Prozessbeginn gegen zwei Mitglieder „Freie Kameradschaft Dresden“

Ende 2016 wurden durchsuchte die Polizei 18 Wohnungen sowie ein weiteres Objekt in Dresden, Freital und Heidenau. Diese Durchsuchungen richtete sich gegen die „Freie Kameradschaft Dresden“. Es wurden neben Smartphones auch jede Menge Pyrotechnik gefunden und beschlagnahmt. Gegen insgemsat 17 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 30 Jahren wird wegen des Verdachts auf „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ ermittelt, unter den Tatverdächtigen sind auch zwei Frauen. Sechs der Beschuldigten sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Den Neonazis werden verschiedene Straftaten vorgeworfen, u.a. die Beteiligung am Angriff auf das Hausprojekt „Magelwirtschaft“ in Dresden-Übigau, eine Hetzjagd auf Migrant_innen auf einem Stadtfest sowie ein Brandanschlag auf einen Supermarkt in Freital. Viele der Taten wurden gemeinsam mit der bereits angeklagten „Gruppe Freital“ begangen. Zu diesem Prozess gibt es eine lesenswerte Prozessbeobachtung.

Zwei Mitglieder der „Kameradschaft Dresden“ stehen ab Freitag 23.06.2017 vor Gericht. Ihnen werden „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Sie sollen seit Sommer 2015 mehrfach Asylbewerber und andere Menschen angegriffen, drangsaliert und verprügelt haben.“ (Quelle: Lausitzer Rundschau). Aktuell sind bis 11. Juli 2017 sieben Verhandlungstage geplant.

Für Menschen aus Leipzig ist sicher auch interessant, dass die beiden auch am Angriff auf Connewitz am 11.01.2016 beteiligt waren. Eine Übersicht über alle TäterInnen des 11. Januar findet sich unter https://le1101.noblogs.org/.

Der Prozess startet am Freitag dem 23.06. um 9 Uhr im Landgericht Dresden ( Lothringer Str. 1, 01069 Dresden). Support erwünscht!

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1. Mai: Leipzig fährt nach Halle! (Aktualisiert!)

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Gemeinsam mit anderen Gruppen aus Leipzig rufen wir zum Zugtreffpunkt 9:10 8:45 Uhr im Hbf.(tief) auf. Abfahrt ist 9:38 9:08 Uhr!

Informationen und Aufrufe zum 1. Mai in Halle findet ihr auf nicetobeatyou.tk!

Stand up and fight!

In Antifa, Aufrufe, General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Commune statt Volksgemeinschaft

Am 18. März 2017 wollen es die Nazis um Christian Worch und Alexander Kurth der Partei die Rechte nochmal wissen: den Aufmarsch in der Frontstadt Leipzig. Was am 12. Dezember 2015 ein hermetisch abgeriegelter Marsch weniger Meter war, soll erneut versucht werden – diesmal ohne angekündigten Sternmarsch, aber mit eben soviel Provokation über die Hauptverkehrsstraßen des Leipziger Südens. Großspurig wird „Leipzig bleibt Deutsch“ verkündet und eine gelungene Zukunft in der Volksgemeinschaft ersehnt. Gesellschaftliche Verhältnisse werden hier naturalisiert und als organische Volkswirtschaft umgedeutet. Getreu dieser Devise wird zur Erhaltung des Volkskörpers eine „starke Gemeinschaft“ eingefordert, die sich durch „intakte Familien“ auszeichnet und alle „Landsleute“ auf „Kampfgeist und Durchhaltevermögen“ einschwört. Diese Schicksalsgemeinschaft nun soll den Kampf gegen „Raubtierkapitalismus“ aufnehmen, wozu Kadavergehorsam und unkritische Einreihung in all den völkischen Mumpitz erwartet wird. Dass dieser Weltanschauung der eliminatorische Antisemitismus des Nationalsozialismus entspringt und der jüdische Staat Israel geradezu zum Gegenprinzip, als zersetzende, entwurzelte Kraft wahrgenommen wird, verwundert nicht und drückt sich im expliziten Verbot der Staatsfahne beim Naziaufmarsch aus.

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