Redebeitrag Emanzipatorischer Block CSD

Wir haben uns u.a. mit einem Redebeitrag beim Emanzipatorischen Block auf dem CSD beteiligt. Nachfolgend findet ihr ihn dokumentiert:

Geschichte ist geprägt von sozialen Kämpfen. Kämpfe um politische Rechte, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie gegen Ausgrenzung und Unterdrückung. Diese Kämpfe erscheinen dabei zunächst illegitim, bedrohlich und werden von der jeweils bestehenden Ordnung bekämpft. Ihnen werden widernatürliche und zersetzende Eigenschaften unterstellt, die das Gemeinwohl bedrohen und den Anbeginn der Apokalypse ankündigen. Soziale Kämpfe stellen eine potenzierte Spannung innerhalb einer Gesellschaft dar. Sie möchten über das legale hinausweisen und orientieren sich somit nicht an gegebenen Normen, sondern analysieren, reflektieren und setzen andere Maßstäbe. Häufig werden Kämpfe dabei gegen einen hegemonialen Block geführt, doch tut dies dem Anliegen keinen Abbruch. Die Passivität der Masse soll schließlich nicht dem Stillschweigen der eigenen Sache dienlich sein. Fürwahr, soziale Kämpfe sind nicht nur für emanzipative Vorstellungen gepachtet. Doch liegt unser Fokus auf der freien Assoziation freier Individuen. Diese setzt die Selbstbestimmung mutwilliger Individuen voraus und sucht notfalls den Konflikt mit den Zurichtungen einer Gesellschaft. Und so wird deutlich: Soziale Kämpfe beginnen zumeist mit einem Knall. Lesen Sie mehr »

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15.07. Emanzipatorisches Block auf dem CSD in Leipzig

Wie schon in den letzten beiden Jahren wird beim diesjährigen CSD in Leipzig einen emanzipatorischen Block geben. In der Selbstbeschreibung wird der Gründungsmoment folgendermaßen beschrieben:

Der Emanzipatorische Block ist ein linksradikales Bündnis, das sich 2015 spontan und aus der dringenden Notwendigkeit heraus gründete, beim Leipziger Christopher-Street-Day (CSD) mitzumischen. Denn dieser CSD ist ein gutes Beispiel dafür, wie radikaler Queerfeminismus nicht funktioniert. Der CSD Leipzig führt einen Kampf, der sich mit seinen Forderungen an den Staat richtet und nicht gegen ihn. Es geht ihnen um die Gleichberechtigung von Frauen, die Homoehe, gesetzliche und bildungspolitische Veränderungen sowie Freiheiten zur persönlichen Entfaltung. Und auch wenn wir diese Forderungen als schön und gut erachten, sind sie nicht genug! Am Ende dürften sich die bisher Ausgeschlossenen genauso ausbeuten und unterdrücken lassen wie alle Anderen auch. Deshalb positionieren wir uns in kritischer Solidarität. Wir wollen dem CSD seine politische Sprengkraft zurückgeben

Wir rufen dazu auf sich am CSD und besonders am Emanzipatorischen Block zu beteiligen. Die Demonstration startet 14 Uhr am Marktplatz. Weitere Infos findet ihr auf der Website vom emanzipatorischen Block sowie auf der offiziellen Website vom CSD Leipzig.

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Rückblick Demonstration Halle

Am Dienstag dem 11. Juli 2017 fand in Halle eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto „Kick them out – Nazizentren dichtmachen“ gegen das neue Hausprojekt der „Identitären Bewegung“ statt. An dieser haben sich 800 Personen beteiligt! Wir danken allen Menschen die mit uns aus Leipzig nach Halle gefahren sind um die Demonstration zu unterstützen.

Richtigerweise haben unsere Freund_innen aus Halle im Nachgang der Demonstration folgendes geäußert: „Doch die richtige Arbeit fängt nun erst an. Dieses Haus geht uns alle etwas an und verschwindet nicht über Nacht. Mit jeder Menge Anwohner*innen und Unterstützer*innen der Kampagne planen wir bereits, wie es weitergeht. […] Außerdem haben wir in den letzten Tagen immer wieder von Anwohner*innen erfahren, dass sie in ihrem Wohnumfeld von Kontrakultur bedroht worden sind. Bitte meldet uns weiterhin diese Fälle und / oder wendet euch an die Mobile Opferberatung (www.mobile-opferberatung.de). Lasst euch nicht einschüchtern, sondern vernetzt euch.“

Wir werden die anstehende Kampagne unterstützen und euch über anstehende Termine und Aktivitäten informieren. Bis dahin sei nochmal die Lektüre von LSA-Rechtsaußen zum rechten Hausprojekt in Halle sowie die Recherche zu Identitären in Leipzig/Halle empfohlen. Solltet ihr von Aktivitäten der Identiären im Leipziger Raum mitbekommen wendet euch an die Menschen der Dokumentationsplattform chronik.LE.

Bilder von der Demonstration in Halle findet ihr bei Flickr: Sören KohlhuberLukas Beyer, Thomas Schade, Simon Telemann und  Strassenstriche,

 

 

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[Update] 11.07. Antifaschistische Demonstration in Halle

Seit kurzem gibt es in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle ein Hausprojekt der Identitären Bewegung („Kontrakultur“). Informationen zu Hintergründen, Personen, Vernetzung und Strategie findet ihr hier. Antifaschist_innen aus Halle organisieren am Dienstag dem 11.07. um 18 Uhr eine Demonstration gegen das rechte Zentrum.

Aus Leipzig und Dresden wird es eine gemeinsame Zuganreise geben.

  • Leipzig: 16.45 Uhr am Infopoint im Hauptbahnhof
  • Dresden: 15.10 Uhr hinter dem Bahnhof Neustadt

Alle Infos zur Demonstration findet ihr auch auf der Facebook-Seite der Kampagne „Kick them out – Nazizentren dichtmachen“ und in den Antifa-News bei Radio Corax.

An dieser Stelle möchten wir auch nochmal auf Recherchen zu den Identitären in Leipzig hinweisen, welche eng mit dem Ableger in Halle zusammenarbeiten.

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23.06. Prozessbeginn gegen zwei Mitglieder „Freie Kameradschaft Dresden“

Ende 2016 wurden durchsuchte die Polizei 18 Wohnungen sowie ein weiteres Objekt in Dresden, Freital und Heidenau. Diese Durchsuchungen richtete sich gegen die „Freie Kameradschaft Dresden“. Es wurden neben Smartphones auch jede Menge Pyrotechnik gefunden und beschlagnahmt. Gegen insgemsat 17 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 30 Jahren wird wegen des Verdachts auf „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ ermittelt, unter den Tatverdächtigen sind auch zwei Frauen. Sechs der Beschuldigten sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Den Neonazis werden verschiedene Straftaten vorgeworfen, u.a. die Beteiligung am Angriff auf das Hausprojekt „Magelwirtschaft“ in Dresden-Übigau, eine Hetzjagd auf Migrant_innen auf einem Stadtfest sowie ein Brandanschlag auf einen Supermarkt in Freital. Viele der Taten wurden gemeinsam mit der bereits angeklagten „Gruppe Freital“ begangen. Zu diesem Prozess gibt es eine lesenswerte Prozessbeobachtung.

Zwei Mitglieder der „Kameradschaft Dresden“ stehen ab Freitag 23.06.2017 vor Gericht. Ihnen werden „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Sie sollen seit Sommer 2015 mehrfach Asylbewerber und andere Menschen angegriffen, drangsaliert und verprügelt haben.“ (Quelle: Lausitzer Rundschau). Aktuell sind bis 11. Juli 2017 sieben Verhandlungstage geplant.

Für Menschen aus Leipzig ist sicher auch interessant, dass die beiden auch am Angriff auf Connewitz am 11.01.2016 beteiligt waren. Eine Übersicht über alle TäterInnen des 11. Januar findet sich unter https://le1101.noblogs.org/.

Der Prozess startet am Freitag dem 23.06. um 9 Uhr im Landgericht Dresden ( Lothringer Str. 1, 01069 Dresden). Support erwünscht!

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1. Mai: Leipzig fährt nach Halle! (Aktualisiert!)

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Gemeinsam mit anderen Gruppen aus Leipzig rufen wir zum Zugtreffpunkt 9:10 8:45 Uhr im Hbf.(tief) auf. Abfahrt ist 9:38 9:08 Uhr!

Informationen und Aufrufe zum 1. Mai in Halle findet ihr auf nicetobeatyou.tk!

Stand up and fight!

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Commune statt Volksgemeinschaft

Am 18. März 2017 wollen es die Nazis um Christian Worch und Alexander Kurth der Partei die Rechte nochmal wissen: den Aufmarsch in der Frontstadt Leipzig. Was am 12. Dezember 2015 ein hermetisch abgeriegelter Marsch weniger Meter war, soll erneut versucht werden – diesmal ohne angekündigten Sternmarsch, aber mit eben soviel Provokation über die Hauptverkehrsstraßen des Leipziger Südens. Großspurig wird „Leipzig bleibt Deutsch“ verkündet und eine gelungene Zukunft in der Volksgemeinschaft ersehnt. Gesellschaftliche Verhältnisse werden hier naturalisiert und als organische Volkswirtschaft umgedeutet. Getreu dieser Devise wird zur Erhaltung des Volkskörpers eine „starke Gemeinschaft“ eingefordert, die sich durch „intakte Familien“ auszeichnet und alle „Landsleute“ auf „Kampfgeist und Durchhaltevermögen“ einschwört. Diese Schicksalsgemeinschaft nun soll den Kampf gegen „Raubtierkapitalismus“ aufnehmen, wozu Kadavergehorsam und unkritische Einreihung in all den völkischen Mumpitz erwartet wird. Dass dieser Weltanschauung der eliminatorische Antisemitismus des Nationalsozialismus entspringt und der jüdische Staat Israel geradezu zum Gegenprinzip, als zersetzende, entwurzelte Kraft wahrgenommen wird, verwundert nicht und drückt sich im expliziten Verbot der Staatsfahne beim Naziaufmarsch aus.

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Auf die Straße zum Feministischen Kampftag 2017!

Heute ist Frauenkampftag! Am Samstag findet dazu in Leipzig eine feministische Demonstration statt. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf. Weitere Infos findet ihr auf fktle.blogsport.eu .

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Wo wir stehen, wo wir kämpfen

Am 29.11.2016 lud der Antifaschistische Frauenblock Leipzig (AFBL) unter dem Titel „Sag mir wo du stehst“ die linksradikalen Gruppen Prisma – Interventionistische Linke, The Future Is Unwritten und uns, die Antifa Klein-Paris, ins Conne Island. Der Abend widmete sich dem gegenwärtigen Stand der Israelsolidarität und der Umsetzung dieser in den Gruppen. Im Laufe der Diskussion wurden wir mit immergleichen Fragen konfrontiert, was einerseits viel über eine bestimmte Strömung israelsolidarischer Kritik verrät, und andererseits deutlich macht, dass unser eigenes Handeln nicht vermittelt werden konnte.

Der folgende Text möchte daher etwaige Missverständnisse ausräumen und die Art und Weise des eigenen Agierens begründen.

Hier findet ihr den Text…

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Ανοιχτοί λογαριασμοί / Distomo – Unbeglichene Schuld(en)

Dokumentarisches Theaterstück zu dem Massaker der (Waffen-)SS in Distomo und den noch ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen an Griechenland.

Am 10. Juni 1944 überfällt eine deutsche SS-­Einheit das griechische Dorf Distomo und ermordet 218 Dorfbewohner*innen. Die Täter werden strafrechtlich nie verfolgt, die umgerechnet 28 Millionen Euro an eingeklagten Entschädigungsansprüchen nie gezahlt.
Das Stück spannt den Bogen vom historischen Ereignis des Überfalls durch die SS, über die hartnäckigen Zahlungsverweigerungen seitens Deutschlands bis zu den juristischen Kämpfen der Über­lebenden. Verwendet werden Dokumente, die Zeugnis über die SS- und Wehrmachtsverbrechen in Griechenland ablegen, Auskunft über deutsche Politik in Entschädigungsfragen geben und den Verlauf der langwierigen Prozesse der Entschädigungskläger*innen nachvollziehbar machen. Thematisiert wird außerdem der Umgang Deutschlands mit den Tätern, die ohne Furcht vor Straf­­­verfolgung leben konnten und sich bis in die 1980er Jahre ungehindert öffentlich versammeln durften.
Das Theaterstück richtet sich gegen diese Abwehr­strategien, erinnert an die Opfer deutscher NS-Massaker und solidarisiert sich mit den finanziellen und politischen Forderungen der Überlebenden.

Samstag 4. Februar | UT Connewitz | Beginn: 20 Uhr

Den Flyer zur Veranstaltung findet auf unserem Twitter. Veranstaltet wird das ganze zusammen mit dem Linxxnet und dem UT Connewitz.

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