Antwort auf „Das Richtigere im Falschen tun“

Wir freuen uns über die nachfolgende Antwort auf unseren offenen Brief. Um Missverständnisse zu vermeiden, möchten wir allerdings anmerken, dass der gezogene Schluss (“Wenn wir den Text richtig verstanden haben, scheint ihr der Auffassung zu sein, das Hauptproblem der revolutionären Bewegung (sofern ihr euch als Teil dieser begreift) seien Autonome und Militante, die ihr zwar nicht näher beschreibt, aber anscheinend zu eurem Feindbild erklärt habt.”) falsch ist. Weder haben wir uns in erster Linie an “Autonome und Militante” gewendet (sondern an die gesamte „Szene“), noch sind wir Autonomen oder ihren Methoden grundsätzlich negativ gesonnen. Allenfalls haben wir kritisiert, dass auch von diesen Methoden an jenem Tag nichts zu spüren war. Insofern haben wir das Desaster des Protests gegen die Compact-Konferenz der gesamten “Szene” zugeschrieben.

Wir finden es schön, dass ihr den Versuch einer konkreten Kritik unternehmt, um einen strategischen Diskurs innerhalb der Szene bzw. der Bewegung anzustoßen, der sich mit Fragen der Sinnhaftigkeit bestimmter Handlungsformen sowie eines bestimmten Auftretens und dessen Wirkung nach außen beschäftigt und vermeintliche Missstände anspricht – denn als solchen haben wir euren Text zunächst verstanden. Da wir einen solchen Diskurs, der offen und ehrlich geführt wird und die Möglichkeit eines inhaltlich-strategischen und doch anonymen Austauschs zwischen verschiedenenGruppen, Personen und Strukturen beinhaltet, befürworten, da wir einige eurer Kritikpunkte teilen und euer grundsätzliches Anliegen zumindest verstehen können, und weil wir glauben, dass eure Argumentation auf ein paar Missverständnissen und Ungereimtheiten beruht, haben wir uns entschieden, darauf zu reagieren und einzugehen.

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Das Richtigere im Falschen tun

Erst im Sommer wurde die Leipziger Linke geadelt, zu den aggressivsten, radikalsten oder sonst wie schlimmen Autonomen zu gehören: Nie mehr zweite Liga! Das Dreieck Hamburg-Leipzig-Berlin wurde beschworen, und ob man sich nun positiv darauf beziehen oder angeekelt davon abwenden will, so suggerierte es doch eine wie auch immer geartete linken oder sogar linksradikale Hegemonie. Dass Leipzig aber nicht so rot ist, und vermutlich auch niemals war, wie es gern bleiben würde, wurde schon deutlich, als es nach den ersten Legida-Demos kaum noch gelang, die Szene für den Widerstand zu mobilisieren. Zugegeben, die Polizeitaktik machte es auch nicht einfach, dort etwas zu reißen und auch uns ist damals kein Umgang eingefallen, der etwas anderes bedeutet hätte, als sich grundlos mit Repression überziehen zu lassen. Trotzdem scheint es symptomatisch für eine radikale Linke in Leipzig zu sein, dass alles, was außerhalb klassischer autonomer Taktiken liegt, heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervorholt. Tatsächlich stimmt noch nicht einmal das wirklich. An die Stelle der tatsächlichen Handlung ist das Bild davon getreten. Lesen Sie mehr »

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09.12. ZXRX: Feministische Antirepressionparty

Wann: 09.12.2017, 23 Uhr

Wo: ZXRX (Leipzig-Connewitz)

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01. November Dresden: Kundgebung „Wenn Nazis angreifen…“

Für die Einstellung der Verfahren gegen Anitfaschist_innen im Kontext der NPD-Brandstiftertour 2012
Kundgebung: Landgericht Dresden, Sachsenplatz
1. November 2017, 16.00 Uhr

Wir unterstützen die Kundgebung unserer Freund*innen in Dresden und dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf

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Mitschnitt der Veranstaltung „Realität und Selbstbild der Identitären Bewegung“

Am 22. Oktober 2017 fand im Neuen Schauspiel eine von uns organisierte Veranstaltung mit dem Titel „Realität und Selbstbild der Identitären Bewegung“ statt. Wir hatten uns zu dieser einen Vertreter der Wiener Gruppe „von nichts gewusst“ eingeladen. Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht bei Freie Radios zum Anhören und Download zur Verfügung: https://www.freie-radios.net/85563.

 

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23.11. Gespräch mit Jutta Ditfurth

Anlässlich des dieses Jahr in Leipzig stattfindenden Kongresses des Querfront-Magazins Compact wird die Publizistin Jutta Ditfurth zu Querfront-Strategien der neuen Rechten und deren  Antisemitismus sprechen. Dabei soll es vor allem auch um deren Chefredakteur Jürgen Elsässer gehen, der früher selbst einmal als Stichwortgeber der Linken galt und mit dem sie sich seit 2014 im Rechtsstreit befindet.

23.11., 18.30 Uhr Einlass, 19 Uhr Beginn

Werk II Halle A (Kochstraße 132, 04277 Leipzig)

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28.10. Demo gegen Identitären-Hausprojekt in Halle

Martin Sellner – einer der führenden Köpfe der Identitären Bewegung aus Österreich – wird neben anderen rechten Akteuren auf der Compact-Konferenz sprechen. Die akivste Identitären-Gruppe in der Region ist Kontrakultur aus Halle. Erst kürzlich haben sie mit Unterstützung der neurechten Initiative „einprozent“ ein Haus in der Nähe vom Campus erworben. Gegen dieses Zentrum organisiert die Kampagne „Kick them out – Nazizentren dichtmachen“ eine antifaschistische Demonstration die wir unterstützen möchten.

Wir unterstützen die Demonstration in Halle und organisieren deshalb eine gemeinsame Zuganreise. Treffpunkt ist 14:45 am Infopoint am Hauptbahnhof.

 

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22.10. Gespräch: Realität und Selbstbild der Identitären Bewegung

Zu den geladenen Gästen der am 25. November stattfindenden Compact-Konferenz zu “Opposition und Widerstand” gehört auch Martin Sellner, einer der führenden Personen der Identitären Bewegung. Diese ist binnen weniger Jahre zu einem bedeutsamen rechten Akteur geworden, in Österreich noch mehr als in Deutschland. Darum haben wir uns einen Experten aus Österreich besorgt, der mit uns über die Identitäre Bewegung und ihre Vernetzung, ihre Bedeutung und Gefahren, aber auch mögliche Gegenstrategien sprechen wird.

22.10., 18 Uhr Neues Schauspiel (Lützner Str. 29, 04177 Leipzig)

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Aufruf: Rechte Netzwerke aufdecken: Compact-Konferenz verhindern

Am 25. November 2017 soll in Leipzig die sechste „Compact-Konferenz für Souveränität“ unter dem Titel „Opposition heißt Widerstand“ stattfinden. Für uns heißt dies im Vorfeld und am Tag selbst aktiv zu sein, der Konferenz, ihren Inhalten und ihren Akteur*innen etwas entgegenzusetzen. Unser Ziel ist: stören, erschweren, verhindern.

Doch warum ist eine Auseinandersetzung mit einer einzelnen Veranstaltung bzw. einer einzelnen Zeitschrift eigentlich so wichtig? Wir wollen versuchen, einige Aspekte dieser Frage im Nachfolgenden zu beleuchten.

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22. September: Anti-Erdogan-Demonstration

Am 22. September findet um 19 Uhr am S-Bahnhof Leipzig-Plagwitz eine autonome Anti-Erdogan-Demonstration statt. Wir dokumentieren im folgenden den Aufruf:

Am 16. April 2017 hatte die türkische AKP-Regierung die türkische Bevölkerung im In- und Ausland zum Referendum aufgerufen. Nicht um weniger sollte es gehen, als um die Verdichtung der Machtbefugnisse auf den türkischen Präsidenten: Recep Tayyip Erdogan. Faktisch, so die verbreitete Meinung kritischer Beobachter_innen, würde damit die parlamentarische Demokratie abgeschafft und durch ein Präsidialsystem ersetzt werden. Lesen Sie mehr »

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